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MediClin Rose Klinik: Chefarzt mit neuen Konzepten

Mehr als nur Medizin
05.01.2012

Horn-Bad Meinberg. Seit einem Jahr leitet Chefarzt Dr. Wolfgang Tischer nun die Orthopädie in der MediClin Rose Klinik. Diese Zeit hat Tischer genutzt, um neue Konzepte umzusetzen. Das Ziel: Die Patienten sollen über die reine medizinische Versorgung hinaus eine bessere Hilfe für den Alltag erhalten.

Er wolle mit seinem neuen Team „in der 1. Bundesliga der Rehabilitationsmedizin spielen“, hatte Tischer bei seinem Amtsantritt im November 2010 versprochen. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sah er in der Rehabilitation von amputierten Patienten. Dieses Ziel ist inzwischen erreicht: Zusammen mit der Selbsthilfegruppe für Amputierte Ostwestfalen-Lippe (SfA OWL) und der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Detmold hat Tischer ein umfassendes neues Reha-Konzept umgesetzt. Vier Therapeuten der Klinik sind eigens für die Arbeit mit Amputierten geschult worden. Ein erfahrener Orthopädietechniker berät die Patienten jetzt regelmäßig im Umgang mit Prothesen und passt diese auch während des Klinikaufenthaltes der Betroffenen an. Für die Zeit nach der Reha, stellen die Sozialarbeiter der MediClin Rose Klinik den Kontakt zu den jeweiligen Selbsthilfegruppen am Wohnort der Patienten her. Und für Amputierte aus Ostwestfalen-Lippe helfen der Lemgoer Rolf Bergmann und seine Mitstreiter von der SfA OWL bei der Nachsorge.

Für Selbstzahler bietet die Klinik seit Neuestem eine Aktivwoche für Prothesenträger. Dazu gehören Tauchlehrgänge, Nordic-Walking-Training und medizinische Angebote. Tischer: „Die Patienten lernen dabei nicht nur den Umgang mit ihren Prothesen. Vor allem steigern diese Herausforderungen das Selbstwertgefühl und geben Lebensfreude.“ Bis zu 30 amputierte Patienten kommen pro Jahr zur Reha in die MediClin Rose Klinik, Tendenz steigend.

Im Mittelpunkt einer weiteren Neuerung stehen ältere Patienten. Der Altersschnitt in der Orthopädie der MediClin Rose Klinik liegt denn auch bei 68 Jahren. Viele von ihnen sind nach der dreiwöchigen Reha, die sich an orthopädische Operationen anschließt, nicht in der Lage, in ihr häusliches Umfeld zurückzukehren. „Hier brauchen wir andere Nachsorgemöglichkeiten“, erläutert Tischer. Gefunden hat der Chefarzt die Lösung in der benachbarten MediClin Seniorenresidenz „Am Rosengarten“. Dort können sich ältere Patienten nach der Reha in Kurzzeitpflege begeben. Zusammen mit dem Patienten beraten die Fachleute von Klinik und Seniorenresidenz, ob eine ambulante oder stationäre Pflege sinnvoll ist. Das Ziel lautet in beiden Fällen: „Wir wollen die Sicherheit geben, die sie zuhause noch nicht wieder haben, wir wollen Ängste vorm häuslichen Alltag abbauen und den Patienten letztlich die erfolgreiche Rückkehr in die eigenen vier Wände ermöglichen“, erläutert Tischer.

Text: Wort&Co, Detmold