27.01.2020 Begleitperson: Reha.Impulse

Alles dafür gegeben, dass mein Mann schnell wieder läuft

Hand in Hand zum Ziel: Die Reha nach seinem schweren Bandscheibenvorfall absolvierte Karl-Heinz Markfort gemeinsam mit seiner Frau.

Es war ein ganz normaler Tag im Juni, als Karl­Heinz Markfort plötzlich nicht mehr so konnte, wie er wollte. Bei seinem täglichen Rundgang über den Bauernhof im Münsterland wollte er – wie so oft – über einen Zaun steigen. „Da lag ich dann lang in der Wiese, weil mein Fuß nicht hoch genug kam. Und kurze Zeit später hatte ich schreckliche Schmerzen“, erinnert sich der 78­Jährige.

Nachdem auch der Besuch beim Hausarzt die Schmerzen nicht linderte, wurde er ins Krankenhaus eingewiesen. Die Diagnose: ein schwerer Bandscheibenvorfall. „Es ging nichts mehr“, erzählt seine Frau Christa. „Die Beine sackten weg und er konnte nicht mehr laufen.“

Drei Wochen lang war ein Zimmer mit Balkon in der MEDICLIN Rose Klinik in Bad Meinberg das vorübergehende Sommerdomizil des Ehepaares. Denn zwei Dinge standen für Karl­Heinz Markfort fest. Er wollte so schnell wie möglich wieder laufen können. Aber ohne seine Frau wäre er nicht in die Rehaklinik gegangen.

Nach zwei Wochen einen großen Schritt weiter gekommen

„In einer Klinik sind ja erstmal alle fremd für mich“, sagt der Nebenerwerbslandwirt. „Man muss sich waschen lassen. Das ist sehr intim. Mir ist es lieber, wenn meine Frau das macht. Schließlich sind wir nach 49 Jahren Ehe ein eingespieltes Team.“ Christa Markfort lächelt ihren Mann an: „Zu zweit ist es einfach schöner, und wenn man sich wohlfühlt, wird man schneller gesund.“ Zu den Therapien und Arztgesprächen begleitete sie ihren Mann. „Sie hörte bei den Gesprächen gut zu, half mir vom Rollstuhl auf die Geräte oder Stühle“, sagt Karl-Heinz Markfort und lacht herzlich: „Und sie erinnerte mich auch nach den Therapien, dass ich meine Übungen auf dem Zimmer mache.“

Anstrengend war die Reha. Und fordernd. Doch zusammen haben es Karl-Heinz und Christa Markfort geschafft.

In den Klinikalltag fanden sich beide schnell ein. „Die Reha war fordernd und anstrengend“, sagt der ehemalige Patient: „Das ist gut so. Alle Therapeuten sind spitzenmäßig und haben sich einwandfrei gekümmert.“ Nach zwei Wochen sei er einen „großen Schritt“ weitergekommen, er weiß aber: „Man kann nicht von jetzt auf gleich alles haben.“

Trotz allem: Auf die Hilfe seiner Frau angewiesen zu sein – das fiel ihm schwer. Schließlich hatte er bis zu dem Bandscheibenvorfall noch alle Arbeiten auf dem Nebenerwerbshof mit eigenen Händen verrichtet: Kaminholz hacken, Pferde, Rinder und Schafe versorgen, Heu einfahren – oder mit den Nachbarn einen 700 Meter langen Graben für eine Internetleitung baggern, damit das Dorf technisch nicht hinterherhinkt. „Ich war fast 60 Jahre nicht im Krankenhaus“, erzählt Karl­Heinz Markfort. „Das letzte Mal mit 19 wegen einer Blinddarm­OP“.

Zu zweit ist es einfach schöner. Und wenn man sich wohlfühlt, wird man schneller gesund.

Trotz allem: Auf die Hilfe seiner Frau angewiesen zu sein – das fiel ihm schwer. Schließlich hatte er bis zu dem Bandscheibenvorfall noch alle Arbeiten auf dem Nebenerwerbshof mit eigenen Händen verrichtet: Kaminholz hacken, Pferde, Rinder und Schafe versorgen, Heu einfahren – oder mit den Nachbarn einen 700 Meter langen Graben für eine Internetleitung baggern, damit das Dorf technisch nicht hinterherhinkt. „Ich war fast 60 Jahre nicht im Krankenhaus“, erzählt Karl­Heinz Markfort. „Das letzte Mal mit 19 wegen einer Blinddarm­OP“.

Intensive Übungen wechseln mit Phasen der Ruhe und Entspannung Auch wenn sie sich den Sommer anders vorgestellt hatten: Die Klinikzeit und die Krankheit nahmen er und seine Frau Christa mit Geduld und Humor. „Ich hatte zum Glück Zeit, meinen Mann zu begleiten. Die Kinder und Enkel küm­merten sich um den Hof und wir haben alles gegeben, damit mein Mann wieder fit wird.“

Abends, wenn die Therapien ihres Mannes vorbei waren, ging Christa Markfort schwimmen und tat etwas für sich. In den Mittagspausen fand Karl­Heinz Markfort Zeit für seine Lieblingslektüre, das „Landwirtschaftliche Wochenblatt“, während seine Frau eine Weile die Füße hochlegte. Den Phasen von Ruhe und Erholung folgten stets weitere Übungen, selbst an den Wochenenden nutzte das Ehepaar gemeinsam den Kraftraum: „Es ist nicht gut für den Muskelaufbau, zwei Tage auszusetzen“, betont Christa Markfort. Aber auch Entspannung gönnten sie sich. Sie besuchten regelmäßig Kurkonzerte in Bad Meinberg und ab und zu auch die Eisdiele – zu Fuß.

Die Enkelkinder hätten zwar gesagt: „Opa, wir schieben dich schon.“ Aber das sei für Karl­Heinz Markfort noch lange kein Grund gewesen, sich auszuruhen. „Ich wollte ja wieder auf die Beine, auch wenn ich manchmal sehr müde von der Reha war“, sagt der 78­Jährige. Die Motivation war ja auch besonders hoch: Die Kinder, Enkel und Tiere im Münsterland warteten schon auf ihn.

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