03.03.2020

Echte Zuwendung ist durch nichts zu ersetzen

Engagierte Pflege: Jenny Ohlsen ist Pflegerin mit Leib und Seele. Ihr Arbeitsalltag in der Fachklinik für Onkologie an der Rose Klinik ist manchmal berührend, manchmal anstrengend – aber immer erfüllend.

Roboter in der Pflege? Jenny Ohlsen schüttelt entschieden den Kopf. Für vieles habe sie Verständnis, sagt die 29-jährige Pflegerin der Rose Klinik. „Modernste Hilfsmittel sind in der heutigen Reha schließlich unverzichtbar.“

Aber der zwischenmenschliche Kontakt ist für die examinierte Altenpflegerin noch immer „der wahre Kern unserer Arbeit, und wird es auch in der Zukunft sein.“ Automatisierte Pflege – für sie ist das eine völlig absurde Vorstellung: „Unmenschlich finde ich das. Echte Zuwendung, Gespräche, Berührungen. Das ist durch nichts zu ersetzen“, sagt Ohlsen.

Der wahre Kern unserer Arbeit ist zwischenmenschlicher Kontakt. Er gibt Kraft. Den Patienten – und uns.

Genau dies habe sie schließlich bewogen, den Beruf der Pflegerin zu ergreifen: Der Mensch im Mittelpunkt. Für Patienten da zu sein, selbst an Tagen mit viel Arbeit. Das ist Jenny Ohlsen besonders wichtig. Ihre Mutter ist ebenfalls Altenpflegerin, sie habe ihr diese Haltung immer vorgelebt: „Vielleicht steckt der Wunsch zu helfen ja in den Genen“, mutmaßt sie.

Ihre Ausbildung absolvierte sie in der nahen MEDICLIN Seniorenresidenz Am Rosengarten. Doch ehe Jenny Ohlsen in diesem Jahr an die Rose Klinik kam, hatte sie einige Jahre als Pflegerin in einem weiter entfernten Seniorenheim gearbeitet: „Da war die Taktzahl deutlich höher, dennoch war immer klar, dass es für mich die richtige Entscheidung war, diesen Beruf zu ergreifen.“ Könnte sie etwas anders machen – sie würde „gleich in einer Rehaklinik anfangen.“

An ihrer neuen Arbeitsstelle in der Fachklinik für Onkologie schätzt sie, „dass ich viel mehr Zeit für Gespräche mit den Patienten habe, dass ich mich kümmern kann, wenn ich gebraucht werde.“ Dies sei auch deshalb so wichtig, weil die Beziehung zwischen Patienten und Pflegekraft ganz wesentlich die Qualität der Pflege beeinflusse.

Ihre Tätigkeit während ihrer 40-Stunden-Woche beschreibt sie als vielfältig: Auf der „Onko“, der onkologischen Station, betreut sie gemeinsam mit 16 Kolleginnen und Kollegen abwechselnd im Schichtdienst rund 80 Patienten. Zu ihren Aufgaben gehört es, Patienten beim Waschen und Anziehen zu unterstützen, Verbände zu wechseln, Wunden zu versorgen oder Medikamente zu spritzen: „In der Onkologie sind viele Patienten sehr selbstständig, die melden sich bei uns meist mit konkreten Wünschen.“

Die Beziehung zwischen Patient und Pflegekraft ist wesentlich für die Qualität der Pflege.

Einen ganz zentralen Stellenwert in ihrer Arbeit habe der Gedanke, dass die Patienten ihren Lebensalltag wieder selbst meistern könnten. „Uns ist wichtig, so viel zu helfen, wie nötig, und so viel anzuleiten, wie möglich. Die Menschen können ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auch dadurch verbessern, indem sie Schritt für Schritt wieder für sich selbst Sorge tragen.“

„Auch wenn wir natürlich manchmal rotieren: Mir gibt es Kraft, für Patienten da sein zu können“, sagt Jenny Ohlsen: „Und ich ziehe auch Stärke daraus, dass wir als Team so gut zusammenhalten. Es ist immer jemand da, wenn man jemanden braucht. Das gilt nicht nur für Patienten, sondern eben auch unter Kollegen.“

Für sie ist klar: Die gute Zusammenarbeit im Pflegeteam hat positive Auswirkungen auf das Arbeitsklima und damit auch auf die gesamte Stimmung auf der „Onko“ – „und davon profitieren letztlich vor allem die Patienten.“

Ihre Ansprechpartnerin

Jenny Ohlsen

Pflegedienst

MEDICLIN Rose Klinik