03.03.2020

Gute Reha. Spürbar anders. Spürbar nah.

Die Rose Klinik feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Zeit zurückzublicken. Aber auch Zeit zu fragen: Was macht eigentlich eine zeitgemäße Reha aus?

„Behandlungskonzepte individuell auf jeden Patienten zuschneiden. Das ist in meinen Augen gute und zeitgemäße Reha“, bringt Dr. Jan Hinnerk Stange, Chefarzt der Fachklinik für Onkologie in der Rose Klinik, die Frage auf den Punkt:

Was eigentlich zeichnet gute Rehabilitationsmedizin heutzutage aus? Hochqualifizierte Expertise, ausgezeichnete Pflege-Kompetenzen, innovative Therapien: „Patienten finden in der Rose Klinik hervorragende Voraussetzungen für eine optimale Genesung“, betont der Onkologe.

Patienten seien heute sehr viel informierter als noch vor wenigen Jahren. Und sie wollen aktiv am Genesungsprozess teilhaben. „Oft dauert eine Reha nur drei, vier Wochen. Das ist sehr kurz. Wir müssen daher sehr strukturiert arbeiten, damit unsere Patienten möglichst nachhaltig davon profitieren.“ Um komplexe Krankheitsbilder und Mehrfacherkrankungen angemessen zu behandeln, ist die enge Vernetzung der verschiedenen Abteilungen mit ihren medizinischen Schwerpunkten sowie der ganzheitliche fächerübergreifende Behandlungsansatz unabdingbar.

„Gute Reha heißt auch, aktiv an der eigenen Genesung mitzuarbeiten.“

- Dr. Jan Hinnerk Stange, Chefarzt der Fachklinik für Onkologie

Zeit, sagt Stange, sei extrem wichtig: „Für jeden Patienten erstellen wir ein individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmtes Behandlungskonzept“, betont er. „Wir sehen den Menschen als Ganzes mit dem Krankheitsbild, den körperlichen und seelischen Bedürfnissen und dem sozialen Umfeld. Um dem gerecht zu werden, haben wir ein modulares Behandlungskonzept entwickelt.“

Therapiepläne individuell zusammenstellen – aus über 90 Therapieangeboten

Diese Module sind breit gefächert, aus über 90 verschiedenen Therapieangeboten können je nach Bedarf exakt jene ausgewählt und sofort eingesetzt werden, „die dem Patienten auch wirklich etwas bringen.“ Der Aufwand dadurch sei im Vergleich zu früher stark gestiegen, auch „weil die Patienten generell mehr Beeinträchtigungen haben und oft schwerer und komplexer erkrankt sind.“

Das spiegelt sich auch beim Personal: „Wir haben therapeutisch deutlich auf gestockt: Mehr Psychologen und Sozialarbeiter, mehr Sporttherapeuten, mehr Ergotherapeuten und Physiotherapeuten. Und dafür weniger medizinische Bademeister oder Masseure.“ Die moderne Reha habe sich ganz klar in Richtung Aktivierung, Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit entwickelt, betont der Mediziner: „Den Patienten konkrete Hilfestellungen anzubieten, wie sie jeden Tag einen Schritt weiter kommen – das ist fundamental.“

Daher arbeiten Ärzte, Psychologen, examinierte Pflege und Therapeuten, Ernährungsberater und Sozialdienst auf neuestem Forschungsstand Hand in Hand – um gemeinsam mit den Patienten deren Genesung voranzubringen. „Früher lag die Verantwortung eher bei den Ärzten und Therapeuten“, sagt Stange. „Die Patienten sollten sich schonen, es wurde häufig mit Massagen und passiven Anwendungen gearbeitet.“

Auch nach der Reha umsetzen, was man gelernt hat

Die Reha heute zielt daher darauf ab, den Menschen zu zeigen, wie förderlich es ist, wenn sie aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten, dazu gehört auch, selbst kleine Therapiefortschritte stets sichtbar zu machen.

Denn Patienten aus Orthopädie, Neurologie und Onkologie würden schnell einen großen Effekt bemerken, wenn sie selbst aktiv werden und durch regelmäßige Therapien ihre Leistungsfähigkeit steigern können. „Auch bei geriatrischen Patienten ist der Erhalt der Selbstversorgung eng an die Themen Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft gekoppelt.“

Der aktivierende Ansatz scheint zu wirken: „Ich bin begeistert, wie motiviert und engagiert unsere Rehabilitanden sind. Viele versuchen auch nach den Therapien umzusetzen, was sie tagsüber gelernt haben.“ Früher, sagt Stange, früher war das anders.