03.03.2020

Wir leben Rehawandel – seit 30 Jahren

„Wissen, wie Gesundheit geht“: Zwei Jahrhunderte gelebte Heiltradition prägen den Kreis Lippe und die Stadt Horn-Bad Meinberg. Genau in dieser Tradition ist die MEDICLIN Rose Klinik verortet. Vor 30 Jahren wurde die Klinik gegründet. Seither arbeiten wir Jahr für Jahr daran, Reha immer besser zu machen.

Nach dem Verkauf des einstigen „Kurhaus zur Rose“ wurde im Jahr 1989 die Rose Klinik eröffnet. Im Januar wurde der erste Patient aufgenommen, im Februar meldete die neue Klinik bereits Vollbelegung. Aus diesen Anfängen heraus entwickelte sich die heutige moderne Rehabilitationsklinik mit insgesamt 230 Betten. Es wurde über die Jahre stetig angebaut, erweitert und umstrukturiert.

Unter einem Dach befinden sich heute die Fachkliniken für Orthopädie mit 70 Betten, für Geriatrie mit 40 Betten und für Neurologie mit 40 Betten.

Über 1.500 Therapien finden heute in der Rose Klinik statt – pro Tag

Evelin Rubart-Henke ist seit der Gründung vor 30 Jahren bei der Rose Klinik beschäftigt: „Wenn es einem gefällt, braucht man nicht zu wechseln“, lacht die 53-Jährige. Sie begann an der Rezeption, heute betreut sie Patientenbüro und Therapiedisposition. Dort kümmert sie sich um die Logistik rund um die Therapien – über 1.500 müssen heute pro Tag an der Rose Klinik koordiniert werden.

„Der Wandel in der Patientenstruktur seit damals ist enorm“, weiß Rubart-Henke, „denn die Gesundheitsreform hat andere Patienten an die Klinik gebracht.“ Gleichzeitig stieg die Zahl der Patienten auf heute fast 3.500 pro Jahr, obwohl die Bettenzahl gleich geblieben ist. Dafür sank die durchschnittliche Verweildauer um zehn Tage – Patienten bleiben heute nur noch rund 21 Tage.

Neue Fachkliniken runden das Angebotsspektrum ab

Rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich inzwischen in der Rose Klinik kompetent und motiviert um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Patienten und Begleitpersonen.

„Moderne Rehabilitation hat keinen Kurcharakter mehr“, erklärt Dr. Roland Nafe, Leiter der Geriatrie und Neurologie: „Der Trend geht ganz klar zur evidenzbasierten Rehabilitationsmedizin und damit zu Methoden, Behandlungstechniken und Konzepten, die einen wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen haben.“ Dies spiegele sich auch in der Entwicklung der Rose Klinik: „Gegenüber den Anfängen konzentrieren wir uns auf Bereiche, in denen ein echter Bedarf besteht.“ Gerade die Geriatrie und die Neurologie sind in den vergangenen Jahren neu hinzugekommen und runden das Angebotsspektrum ab.

Gesundheitsreform, demografischer Wandel – um mitzuhalten, hat sich die Rose Klinik stets neu erfunden.

„Die Patienten sind im Schnitt deutlich älter als damals – und sie sind auch gebrechlicher geworden“, sagt auch Evelin Rubart-Henke. Während früher viel mehr jüngere Patienten zur Heilbehandlung kamen, machen die Anschlussheilbehandlungen nach einer Krankenhausbehandlung oder einer ambulanten OP heute nahezu 70 Prozent aller Fälle aus.

Positiv unterstützt wird die Reha bis heute durch die idyllische Lage der Klinik am weitläufigen Kurpark in Horn Bad Meinberg. Dessen barocke Rosenpracht gab der Klinik den Namen. Eine lange Kurtradition zeichnet den Ort aus, der ein natürliches Schwefelmoor und mineralreiche Heilquellen besitzt. Deren Heilkräfte werden für Therapien und Behandlungen genutzt, Moorpackungen etwa oder Massagen. Ganz wie damals.

Als „Phase B“ wird die Frühphase der neurologischen Rehabilitation bezeichnet. Patienten in diesem Stadium  haben sowohl Bedarf an akutmedizinischer Behandlung, als auch an Rehabilitationsmaßnahmen. Sie sind voll pflegebedürftig, viele haben schwere Bewusstseinsstörungen, Hirnschädigungen, Schluckstörungen, müssen beatmet oder überwacht werden. Die größte Patientengruppe sind Schlaganfallpatienten, die hier schon wenige Tage nach dem Schlaganfall mit einer intensiven Rehabilitation beginnen können.

Um die Patienten optimal zu  behandeln, hat das Reha-Zentrum Gernsbach ein großes Team aus Neurologen, Intensivmedizinern, Internisten, Fachpflegern und zahlreiche Therapeuten aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie. Die Mitarbeiter haben viel Erfahrung im Umgang mit Schwerstkranken und arbeiten interdisziplinär eng zusammen. Dies ist die Grundlage für eine erfolgreiche Rehabilitation.

Ihre Ansprechpartnerin

Evelin Rubart-Henke

Evelin Rubart-Henke

Mitarbeiterin Patientenbüro

MEDICLIN Rose Klinik